Mag. Tina Kasperer ist Geschäftsführerin der Agentur Allmediabizz und Expertin für die Trends in der Mediaplanung. Und genau darüber haben wir mit ihr gesprochen: „Die Offline-Medien bilden nach wie vor in der Mediaplanung die Basis – sehr oft in kreativer und überraschender Umsetzung. Sie liefern die entsprechenden KPIs, wie Bekanntheit, Sympathie und das Kaufinteresse. Jedoch wird dann häufig online weiterer Content bereit gestellt bzw. gesucht, was dann letztendlich auch zum Kauf führt.

Second Screens, damit ist die Nutzung von Mobile Devices vor dem TV-Gerät oder dem PC gemeint, nehmen eine immer wichtigere Rolle in der Mediaplanung ein. Sie prägen wesentlich das Mediennutzerverhalten. Die damit verbundene zeitlich abgestimmte Planung von off- und online Kanälen, mit einer sekundengenauen Ausspielung, ist eine wahrlich große und spannende Herausforderung.

Eine weitere Herausforderung bildet die messbare Abstimmung der Einzelmedien. Online kann dies aufgrund von Zugriffszahlen, Verweildauer, Absprungraten natürlich umgesetzt werden. Offline ist dies natürlich nicht möglich, wird aber verständlicherweise erwünscht.

Immer wieder ist auch von „Programmatic Buying“ die Rede, also die automatisierte Mediaplanung im digitalen Bereich. Jedoch wird dies zunehmend kritisch betrachtet, denn Kriterien wie Visibility oder Qualität der Klicks werden seitens der Auftraggeber verstärkt hinterfragt“.

Fazit: Der Dialog und die Interaktion sind online bereits selbstverständlich. Mittlerweile werden sie aber auch (wieder) offline immer wichtiger.